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Kaffee Kompass:
Die Verarbeitung der Bohnen
Die eigentlichen Bohnen sind die Kerne oder Samen der Kaffeekirsche.
Normalerweise enthält jede Kirsch zwei Bohnen, deren flache Seiten einander
zugewandt und jeweils von einer dünnen, feinen Membran, dem "Silberhäutchen"
umgeben sind. Das ist wiederum von einer blassen Pergamenthülle eingeschlossen.
Die Bohnen müssen aus der Frucht gelöst werden, was
sehr arbeitsaufwendig ist. Die einfachste Methode wird in unterentwickelten Gebieten
angewandt, wo Maschinen zu teuer sind oder Wasser Mangelware ist.
Dieses Verfahren wird trockene Aufbereitung genannt und die Bohnen werden als
ungewaschen bezeichnet. Dennoch werden die Kaffeekirschen als erstes gewaschen.
Dann werden sie auf Trockenplätzen oder Trockengestellen ausgebreitet. Zwei
bis drei Wochen lang werden sie von Hand gewendet. Nach gründlichem Trocknen
werden im sogenannten Schälgang, der in der "Mühle", bzw.
im "Beneficio" erfolgt,
die verbliebenen Umhüllungen der Kaffeebohne entfernt.
Anschließend erfolgt die Säuberung der Bohnen durch Luftdüsen,
und dann werden sie nach Größe und Farbe von Hand oder maschinell sortiert.
Abschließend werden sie in Säcke verpackt und etikettiert.
Regionen, die über Maschinen und Wasser verfügen,
verarbeiten die Kaffeekirschen durch "nasse" Aufbereitung.
Die Kirschen werden über Nacht in große Wassertanks getaucht, wodurch
die Kirschen platzen und ihre Haut aufbricht. Sie werden in einer Reihe von Schwemmkanälen
vorsortiert und dann durch den Pulper geschickt, wo die Bohnen und ihre Pergamenthülle
von der Schale und einem Großteil des gelben Fruchtfleisches getrennt werden.
Sie kommen erneut in Schwemmkanäle damit das restliche Fruchtfleisch gelöst
wird. Danach läßt man sie an der Sonne trockenen.
Wie trocken aufbereiteter Kaffee werden auch naß aufbereitete Bohnen mittels
Sortiermaschinen qualifiziert und nach Größe, Dichte und Farbe getrennt.
Anschließend werden sie verpackt und als "naß aufbereitete"
oder "gewaschene" grüne Bohnen gekennzeichnet.
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